Eros und Sexualität – Verbundenheit, Zärtlichkeit, körperliche Nähe

Eros und Sexualität –
Verbundenheit, Zärtlichkeit, körperliche Nähe

Der X Faktor in langjährigen Beziehungen

 

„Eros ist ein feiner Kerl.
Ohne ihn kannst du jede Partnerschaft vergessen“

– das sagt Christoph Quarch, Philosoph und das meint auch Sokrates (469-399 v. Chr.)

Sei wir mal ehrlich: Ohne körperliche Nähe wird es für viele Paare eng. Vor allem, wenn Sex zu Beginn der Beziehung die Hauptsäule war. Ohne wahre Verbundenheit zum Partner wird auch die körperliche Begierde abnehmen.

Die Paare, die ich begleitet habe, haben mich mehrfach darauf hingewiesen, dass zwischen reinem Sex und Zärtlichkeit bzw. körperlicher Nähe (im Alltag) zu unterscheiden ist. Wenn das eine vorhanden ist, muss das andere nicht unbedingt auch da sein und gelebt werden.

Wie die Lust auf Sex auch in langjährigen Beziehungen erhalten bleibt, damit haben sich die Sexual- und Beziehungsforscherin Kirsten P. Mark und ihre Kollegin Julie A. Lasslo von der Eastern Kentucky University beschäftigt und die Ergebnisse von 64 weltweiten Untersuchungen zum Thema „Sex in langjährigen Beziehungen“ der letzten zwei Jahrzehnte zusammengefasst und analysiert.

Wie viel Sex braucht eine glückliche und gesunde Beziehung?

Am Anfang, in der „Frisch-Verliebt-Phase“, kann man die Hände kaum voneinander lassen. Doch langsam aber sicher fordert der Alltag seinen Tribut: immer weniger Sex und Streicheleinheiten, dafür mehr Rederei über die Arbeit, den unerledigten Abwasch oder herumliegende Socken oder „Schatz bringst du den Müll raus“.

Viele Paare, die schon über einen längeren Zeitraum in einer festen Beziehung leben, vielleicht sogar noch Kinder haben, können ein Lied von der Problematik singen. Die Forschung ist daher seit Jahren an dem Thema interessiert und versucht herauszufinden, wie man das Schwinden der Leidenschaft aufhalten und da entgegenwirken kann.

Eine der häufigsten Folgen langjähriger Beziehungen ist beispielsweise, dass man dem Partner gegenüber unaufmerksam wird, weniger bis gar nicht mehr richtig zuhört, seinen Alltagsstress an ihm auslässt oder ihn als völlig selbstverständlich erachtet.

Ein großer Unterschied zwischen Frauen und Männern ist, dass Frauen spüren müssen, dass sie emotional mit dem Partner verbunden sind, um sexuell aktiv bzw. freizügiger zu sein. Männer wollen sich sexuell verbunden fühlen, um dann die emotionale Bindung einzugehen. Diese stellte Kirsten P. Mark, Sexual- und Beziehungsforscherin, Eastern Kentucky University, bei ihren Untersuchungen fest.

Hinzu kommt außerdem, dass Frauen eher und öfter als Männer mit ihrem Körper hadern. Und auch das hat Folgen für ihre Begierde. Hinzu kommt, dass Frauen auch aus biologischer Sicht – beispielsweise in ihren Wechseljahren – eher unter Libidoverlust leiden.

Aber wie kann Lust man aufrecht erhalten?

Die Partnerschaftsexpertinnen konnten darüber hinaus auch herausfinden, in welchen Situationen die Lust am ehesten aufrechterhalten bleibt. Das sind Beziehungen, die gleichberechtigt sind und auf Augenhöhe geführt werden. Dabei ist Autonomie ein entscheidender Faktor. Denn nicht nur durch Nähe lässt sich das sexuelle Verlangen aufrechterhalten, sondern auch durch Distanz. Übersetzt heißt das: Je länger die jeweiligen Partner in einer Beziehung unabhängig und selbstständig sind, desto länger lodert die Leidenschaft.

Das Pareto-Prinzip für Beziehungen – auch bekannt als 80/20-Regel, ein ursprünglich ökonomisches Prinzip, besagt es für zwischenmenschliche Beziehungen vereinfacht ausgedrückt, dass man 80 Prozent seiner Energie in die Partnerschaft stecken solle und die anderen 20 Prozent der Zeit Dinge tut, die man nur für sich selbst macht. Egal, ob eigene Hobbys, Freunde oder auch mal eine Reise. Das ist gerade für diejenigen interessant, die manchmal ein Problem damit haben, sich Zeit für sich und die eigenen Bedürfnisse zu nehmen.

Für eine gut funktionierende Beziehung erscheint es elementar, auch mal aus der eigenen Komfortzone herauszukommen, Neues zu probieren, sich mal wieder gemeinsam zu verabreden, ein Date zu haben – sich bewusst Zeit zu zweit zu nehmen.

Klar ist: Jede Beziehung erfordert Arbeit. Und die ist oft eine Mischung aus sozialen, zwischenmenschlichen und natürlich individuellen Faktoren. Das Erkennen eines möglichen Mangels an Sex oder Zärtlichkeit zeigt kein Problem einer Beziehung auf, sondern entlastet sie, so die Forscherinnen. Indem man akzeptiert, nicht immer nur glücklich und zufrieden sein zu können, könne man den Wunsch besser aufrechterhalten, aktiv etwas dagegen zu tun.

Zum Schluss noch einmal ein Satz von Christoph Quarch, der es auf den Punkt bringt: „Deine Partnerschaft wird gelingen, wenn du offen bleibst: Wenn du nicht dauernd Ansprüche erhebst, sondern dich ansprechen lässt. Dann bleibt ihr in Verbindung. Auch im Streit. Und das ist gut, denn auch das ist eine Weise, das Feuer des Eros lebendig zu halten. Doch wenn du gleichgültig und kalt wirst, dann tötest du den Eros in dir. Und mit ihm deine Seele.“

Alles Liebe und viel Eros, Leidenschaft und Neugier für eure Beziehungen!


Sophia

Quellen:
Die Welt online – Wie die Lust auf Sex auch in langjährigen Beziehungen erhalten bleibt von Julia Haase 06.04.2018
The Red Bulletin, Ausgabe August 2020, Seite 18.

Warum verzeihen so schwer fällt und 7 Tipps, damit es doch gelingt

Warum verzeihen so schwer fällt
und 7 Tipps, damit es doch gelingt

Verzeihen können ist wichtig und gesundheitsförderlich

Inspiriert durch einen Artikel von Dr. Doris Wolf, Psychotherapeutin (partnerschaft-beziehung.de) möchte ich heute gerne über das Verzeihen schreiben.

Warum fällt uns verzeihen so schwer, obwohl wir wüssten, dass wir dadurch Ballast abwerfen und leichter durchs Leben gehen könnten?

Wir alle haben in unserem Innersten Listen von offenen, alten Rechnungen – Kränkungen, Verletzungen aus Kindheit und Beziehungen. Dort stehen Handlungen, Aktionen, die wir uns und anderen kaum vergeben können.

Wenn wir hin und wieder auf diese Listen schauen, ist das wahrscheinlich kein großes Problem, doch wenn wir täglich in diese alte Welt eintauchen, quälen wir uns laufend damit und tun uns selbst gar nichts Gutes. Entwicklung ist unmöglich.

Nicht zu verzeihen macht krank

Natürlich hat meist der andere Schuld, denn er oder sie haben ja diese schrecklichen Dinge getan. Wir sind endlos nachtragend. Doch das gefällt unserem Körper gar nicht: Schlafstörungen, Magenschmerzen, Erschöpfung, Daueranspannung führen dazu, dass sich unser Körper in einer ständigen Stresssituation befindet. Das führt in weiterer Folge zu gesundheitlichen Schäden.

Wir tragen Wut, Kränkung, Enttäuschung, Rachegedanken, Hass in uns. Wir wollen es vielleicht dem anderen heimzahlen. All diese Negativität tragen wir in uns. Wir verbittern zunehmend, ziehen uns von anderen Menschen zurück. Doch im Grunde bestrafen wir nur uns selbst, weil der andere ja von alldem überhaupt nichts mitbekommt.

Verzeihen, vergeben, heißt nicht, das Vorgefallene gutzuheißen, sondern es in die Vergangenheit zu verabschieden und neu zu starten. Frei von alldem. Doch wie kann das gelingen?

7 Tipps, damit verzeihen leichter wird

Hier die Tipps, die ich bei Dr. Wolf gefunden habe, leicht abgeändert:

Tipp 1:

Hol dir das Ereignis, das du bisher nicht verzeihen konntest, in Erinnerung. Stell dir die Frage: „Was habe ich dazu beigetragen, dass es überhaupt geschehen ist?“

Tipp 2:

Auch wenn es schwer ist, versetze dich in die Perspektive des anderen. Wieso hat er sich so verhalten? Was ihn/sie dazu veranlasst?“

Tipp 3:

Erinnere dich daran, Verzeihen hat absolut nichts mit Schwäche zu tun. Vergeben und Verzeihen sind Zeichen von großer Stärke. Du tust es für dich und dein Wohlbefinden.

Tipp 4:

Stell dich vor einen Spiegel und sage: „Mir hat es gar nicht gefallen, dass er/sie sich mir gegenüber so verhalten hat. Doch ich akzeptiere es.“

Tipp 5:

Aus der heutigen Warte: Wie viele gute Erlebnisse hast du mit diesem Menschen gehabt? Sind diese für dich unbedeutend geworden?

Tipp 6:

Wenn es möglich ist, sprich mit diesem Menschen darüber. Was dich gekränkt hat, welche Gefühle es bei dir ausgelöst hat. Wenn dies nicht möglich ist, schreib deine Gefühle auf, schreibe einen Brief – ob du ihn abschickst oder nicht, liegt bei dir. Wichtig ist, dass diese Kränkungen einmal „draußen“ sind.

Tipp 7:

Schau dir ein Bild des Menschen an und sage zu diesem: „Ich bin jetzt bereit, dir zu verzeihen“. Ich habe diese Übung gemacht – am Anfang habe ich mich fast – entschuldige meine Wortwahl – angekotzt. Ich konnte und wollte noch nicht verzeihen. Beim nächsten Versuch ist es mir besser gelungen, und irgendwann konnte ich tatsächlich meinen inneren Widerstand aufgeben und es ehrlich aussprechen.

Auch hier heißt es, üben, üben, üben. Wenn du dich wirklich von diesen alten Geschichten lösen willst, wiederhole die Tipps, die für dich gut passen, immer wieder. Nach einer Weile wird es in dir ruhig werden und du kannst die Vergangenheit verabschieden. Was hilft es dir, recht zu behalten, wenn dein Körper, dein Geist und deine Seele leiden?

Ich wünsche dir alles Gute fürs Üben und eine fröhliche Zeit
Alles Liebe

PS: Ich stelle gerade einen Workshop zu Verzeihen und Vergeben in Beziehungen zusammen. Sobald er online geht, informiere ich dich.

Mediation vs. Klärungshilfe: die Unterschiede

Mediation vs. Klärungshilfe:
die Unterschiede

Mediation oder Klärungshilfe – was ist besser?

Für Menschen sind Konflikte sehr belastend – vor allem wegen der Unklarheit, die mit ihnen oft verbunden ist: starke Emotionen, diverse Themen und komplett verschiedene Interessen sind miteinander verwoben. Da bietet es sich an, nach Konflikt-Unterstützung zu suchen, den Konflikt-Besitzern zu helfen, eine Brücke zwischen ihnen zu bauen – über die beide gehen können und sich auf Augenhöhe treffen können.

In unserem Nachbarland Deutschland wird sehr gerne der Begriff der Klärungshilfe verwendet, weniger Mediation. Doch gibt es tatsächlich auch Unterschiede dieser beiden gleichklingenden Richtungen in der Arbeit mit Menschen in Konflikten? Wie soll sich da ein Mensch, der auf der Suche nach Unterstützung ist, auskennen?

Das haben meine Recherchen ergeben:

Klärungshilfe

Klärungshilfe hat den Anspruch, die »Klarheit der Wahrheit« in den Konflikt zu bringen: Ihr Ziel ist die Klärung dessen, was in den Beteiligten gerade jetzt und grundsätzlich vorgeht, was zwischen ihnen an Kommunikation geschieht und wie sie zusammen ein System bilden.

Der/Die KlärungshelferIn unterstützt diesen Prozess, einschließlich seiner emotionalen Seiten, wenn etwa Wut, Verzweiflung, Rachegefühle oder schwere Vorwürfe in aller Deutlichkeit auf den Tisch kommen: »Wahrheit vor Schönheit« ist in der Klärungshilfe ein wichtiges Prinzip. Eingebettet ist diese Klärung in einen Sicherheit gebenden Rahmen unter der Leitung der Klärungshelferin/des Klärungshelfers.

Durch diese Klärung werden die Voraussetzungen geschaffen, um zum Ende hin in relativ kurzer Zeit zu Absprachen für die Zukunft zu kommen. Klärungshilfe spricht vom »Land der leichten Lösungen«, das nach Durchqueren der »Schlangengrube« erreicht werden kann.
Wieso das funktioniert, ist nicht abschließend wissenschaftlich geklärt. Offenbar ermöglicht die Klarheit im eigenen Empfinden und auf der Beziehungsebene eine sachlichere Atmosphäre, um konkrete Lösungen auf den Weg zu bringen.

Mediation

Mediation (lateinisch Vermittlung) ist ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes, bei dem unabhängige „allparteiliche“ Dritte die Konfliktparteien in ihrem Lösungsprozess begleiten. Die Konfliktparteien, auch Medianten oder Medianden genannt, versuchen dabei, zu einer gemeinsamen Vereinbarung zu gelangen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. Der allparteiliche Dritte (ein Mediator oder ein Mediatoren-Team in Co-Mediation) trifft keine eigenen Entscheidungen bezüglich des Konflikts, sondern ist lediglich für das Verfahren verantwortlich.

Mediation – als Unterstützung im Konflikt – schließt Klärungshilfe mit ein. Auch viele Prinzipien der Mediation finden sich in der Klärungshilfe, wie etwa Allparteilichkeit, Neutralität, Professionalität, Verantwortung der/des Mediatorin/Mediators für den Prozess und Verantwortung der Klienten/innen für den Inhalt. Insofern kann Klärungshilfe als eine Form der Mediation gelten.

Es gibt aber ebenso verbreitete Mediationsprinzipien, die nicht zu Klärungshilfe passen: Win-Win als angestrebtes Ziel des Prozesses, Zukunfts- und Lösungsorientierung als Prinzipien des Vorgehens, Umformulierung von Vorwürfen in Wünsche als eine Standardmethode – all das ist in der Klärungshilfe nicht zentral, wird teilweise sogar abgelehnt.

Wohl wird ein/e KlärungshelferIn nichts dagegen haben, wenn am Ende des Klärungsprozesses Lösungen mit Vorteilen für alle Beteiligten stehen (Win-Win), aber im Zentrum steht die Klärung der gegenwärtigen Situation und ihrer Entstehung. Dazu kann auch gehören, dass kein Win-Win möglich ist – das aber ist dann wenigstens ganz klar, und mehr hat der/die KlärungshelferIn nicht versprochen.

Eine Umformulierung von bitteren Vorwürfen in Wünsche kann Klarheit sogar behindern. Weil Klärungshilfe die Beteiligten in einen Klarheits-fördernden Kontakt bringen möchte, lehnen ihre Verfechter Vor- und Einzelgespräche weitgehend ab: Emotionen sollen ungefiltert beim Empfänger ankommen, um dann damit arbeiten zu können.

Mein Konflikt-Lösungs-Potential–Konzept bedient sich vieler Methoden – handlungs-orientierter Aktivitäten in der Natur, systemisches Denken („wenn sich ein Teil des Systems verändert, muss sich auch das ganze System ändern“), psychologisches Wissen, mentales Training und natürlich auch gerne viele Elemente aus Mediation und Klärungshilfe.

Der Zugang der Klärungshilfe vor allem Klarheit zu schaffen, um dann besser über meine Beziehung Bescheid zu wissen, ist für mein Konzept essentiell. Denn manchmal kann auch die Lösung sein, sich friedvoll zu trennen. Mit der Betonung auf friedvoll, da ja auch meistens Kinder mit an Bord sind – die so gut wie immer die Leidtragenden sind, wenn die Eltern unfähig sind ihre Konflikte zu klären und gut zu bearbeiten.

Im Hauptfokus jedoch liegt immer, den Paaren soll es nach einem Workshop, einem Package wie z.B. dem Streithansel & Streitliesel Adventure besser gehen: Die Beziehung ist klarer, intensiver, „refreshed“ und lustvoller, lustiger. Das ist das Ziel, das ich stets im Auge habe – als unterstützende Brückenbauerin.

Quelle:

https://www.mediationaktuell.de/news/klaerungshilfe-und-mediation
https://de.wikipedia.org/wiki/Mediation

PRÜFE, WER SICH EWIG BINDET  – Der Beziehungs-Check

PRÜFE, WER SICH EWIG BINDET – Der Beziehungs-Check

Traurige Wahrheit: Fast jede zweite Ehe wird in Österreich geschieden. Hier fehlen natürlich die Zahlen zu Beziehungen ohne Trauschein und den eingetragenen Partnerschaften. Deshalb ist die Zahl wahrscheinlich noch viel höher. In den USA lässt sich inzwischen 2/3 der Paare scheiden – ein unglaublich hoher Wert.

Wie könnt ihr das verhindern?

Die Gründe dafür sind natürlich vielfältig. Doch was können Menschen, die zusammen bleiben möchten – mit oder ohne Trauschein tun, damit ihnen dieses anstrengende, unglücklich machende Ereignis erspart bleibt?

Bei meinen Recherchen bin ich auf einen Artikel der New York Times gestoßen. Diese renommierte Zeitung und ihre Experten meinen, dass ihr euch folgende Fragen im Vorfeld stellen solltet – bevor ihr euch ewig bindet und bedingungslos Ja sagt:

  1. Mögen und respektieren wir die Freunde unseres Partners?
  2. Sind wir so liebevoll miteinander, wie wir es uns wünschen?
  3. Wollen wir Kinder? Wenn ja: Wer soll sich hauptsächlich um sie kümmern?
  4. Hören wir einander richtig zu und nehmen Wünsche und Kritik des anderen ernst?
  5. Wollen wir einen Fernseher im Schlafzimmer?
  6. Können wir offen und entspannt über unsere sexuellen Bedürfnisse, Sehnsüchte und Ängste sprechen?
  7. Respektieren wir unsere Schwiegereltern? Machen wir uns Sorgen darüber, dass sie sich in unsere Beziehung einmischen könnten?
  8. Welche Dinge nerven uns an unserer Schwiegerfamilie?
  9. Wenn der andere eine Karrierechance in einer weit entfernten Stadt bekäme, würden wir mitgehen?
  10. Haben wir offen über unsere gesundheitlichen Probleme gesprochen: körperliche und psychische?
  11. Wie teilen wir uns den Haushalt auf?
  12. Wissen wir alles über unsere jeweiligen Finanzen und Verpflichtungen? Wofür wollen wir unser Geld ausgeben und sparen?
  13. Was sind die Dinge, die wir auch als Ehepartner nicht aufgeben wollen?
  14. Wie stehen wir zu Religion? Falls wir Kinder haben wollen: In welchem Glauben wollen wir sie erziehen?
  15. Vertrauen wir einander, dass wir unser Eheversprechen ernst nehmen und wir zusammenhalten werden – in guten wie in schlechten Zeiten?

Du kannst den Fragebogen hier downloaden und in Ruhe ausfüllen: 

Mir fallen auf der Stelle noch viel mehr Fragen ein – aber die können wir bei unserer gemeinsamen Arbeit klären. Habt ihr Lust darauf, eure Beziehung zu stärken, zu intensivieren, zu verbessern?

Wenn ihr das gemeinsam mit mir wollt, eure Beziehung einem Check zu unterziehen, dann habe ich ein Spezialangebot für euch:

Ihr wollt den Bund der Ehe eingehen oder euch ein eheähnliches Versprechen geben? Ihr möchtet noch mehr Klarheit, Intensität, gute Spannung und Spaß?

PRÜFE WER SICH EWIG BINDET

Spezialpaket für Paare vor dem Ja-Wort

Wir gehen raus, in die Natur, in andere Räume. Lasst euch überraschen. Spannendes, Anderes wartet auf euch. Schnell und intensiv klären wir, wie es um eure Beziehung steht. Ihr findet euren gemeinsamen Sinn, eure Zielen und Visionen. Eure Beziehung wird klarer, intensiver – ihr wisst danach, was ihr aneinander habt und wo es vielleicht noch Aufholbedarf gibt.

Ihr erlebt und übt Handwerkszeug für Spaß, Freude, Vertrauen und Sicherheit, klare Kommunikation, Wertschätzung und Respekt gepaart mit Selbstreflexion und vielen Ideen für eure Gemeinsamzeit.

Dieses Package eignet sich natürlich auch als Hochzeitsgeschenk – eines, das wirklich Sinn macht – da es eure oder auch die Beziehung eurer Freunde stärken und verbessern wird.

Ich freue mich sehr darauf, euch oder eure Freunde oder Familienmitglieder begrüßen zu dürfen.

Zu guter Letzt darf ich die Brigitte (Frauenzeitschrift) zitieren: „Bei der Ehe geht es um Liebe – und die ist unberechenbar.“ Denn natürlich bleibt immer eine Rest-Risiko, dass eine Beziehung doch scheitern kann. Doch je mehr Klarheit ihr darüber habt, umso kleiner wird es. Vor allem dazu soll unsere Zusammenarbeit dienen.

In diesem Sinne – alles Gute und viele Spaß beim Fragen beantworten

Sophia Bolzano

Wie gelingt ein richtig guter Konflikt?

Wie gelingt ein richtig guter Konflikt?

Seit vielen Jahren begleite ich Menschen, Paare in den verschiedensten Situationen. Besonders in Konfliktreichen. Dabei konnte ich beobachten und lernen, dass es anscheinend ziemlich schwierig ist, sich diesen Konflikten zu entziehen bzw. sogar diese zu lösen. Wir stecken in unseren Positionen fest. Der, die Andere haben an unserem Zustand Schuld.

In diese Konflikte einzutauchen, sie zu verstehen und sie für die Menschen übersichtlicher zu machen heißt in der klassischen Mediation Konfliktregelung.

Wie kann ich aber Konflikte regeln, wenn ich keine Ahnung über die Ingredienzien eines Konflikts habe. Das ist wie bei einem Gericht z.B. einem Kaiserschmarrn. Ich weiß zwar, wie der ausschauen muss. Doch ich habe keine Ahnung, wenn ich noch nie so etwas zubereitet habe, was in welcher Dosis drinnen sein muss. Damit der Schmarrn auch ein Schmaus wird.

Die Zutaten für einen guten Konflikt

Was sind also die Zutaten für einen Konflikt, damit es so richtig kracht?

  • Auf keinen Fall zuhören und nur mit den eigenen Dingen beschäftigt sein
  • Sofort in die Konfrontation gehen und mit „Aber Du…“ anfangen
  • Uralte Geschichten aufwärmen und wiederkauen
  • Alle Informationen, die für mein Gegenüber wichtig wären zu wissen, zurückhalten
  • Sticheleien und sarkastische Bemerkungen, wenn möglich täglich
  • Unbedingt den Konflikt möglichst spät erkennen
  • Möglichst keine Verantwortung übernehmen und die Schuld nur beim Anderen suchen
  • Sich denken „ist eh alles in Ordnung, wohnt eh noch da“ und nichts ändern

Wahrscheinlich gibt es noch einiges mehr, damit Konflikte entstehen und bestehen bleiben können. Ich verstehe ja eine Auseinandersetzung grundsätzlich auch als Angebot zur Kommunikation, vielleicht zu einer größeren Nähe. Durch Reibung entsteht Wärme. Eine dem anderen zugewandte Streitkultur – mit der Betonung auf Kultur – kann in einer Beziehung wahre Wunder wirken. Ich glaube sogar in jeder Beziehung – privat wie im Job.

Ich habe streiten über die Jahre erst lernen müssen, war doch laut werden in unserer Familie unerwünscht. Oft habe ich mich in der Intensität vergriffen. Zu laut, zu heftig, zu emotional. Dadurch waren meine Gegenüber sofort in einer Abwehrhaltung. Inzwischen weiß ich, dass ich vor allem durch Offenheit und durch möglichst frühes, klares Aussprechen meines inneren Zustands, meiner Gefühle und Bedürfnisse, Konflikte klein halten und schnell aus der Welt schaffen kann. Und sieh da – es entsteht sofort mehr Nähe mit meinem „Konfliktfreund“. Das war für mich das Überraschende dabei.

Menschen in ihren Konflikten, in ihren scheinbar unlösbaren Situationen zu begleiten, sie zu ihren Lösungen zu führen, sie liebevoll anzustupsen in dem ich zuhöre, offen für alles bin und klare Worte finde. Ja, das mag ich sehr – klingt vielleicht komisch. Doch wenn das Lächeln wieder in die Gesichter zurückkehrt, ist das mein Salz in meiner „Begleitungssuppe“.

Du möchtest mehr darüber erfahren, wie ein Konflikt sich in positive Energie verwandeln lässt und Streits nicht mehr schrecklich sind, sondern sogar lustvoll und lustig werden können? Dann melde dich gerne – jederzeit per Email mail@sophiabolzano.com oder über das Kontaktformular auf meiner Website www.sophiabolzano.com.

Ich freue mich auf dich – eine gute Zeit und alles Liebe

Sophia

Beziehungs­coach

Beziehungs­coach

Was ist denn bitte ein Beziehungscoach bzw. ein Datingcoach?

Wikipedia sagt dazu folgendes: „Ein Dating-Coach bietet Coaching und verwandte Produkte und Dienstleistungen an, um den Erfolg seiner Kunden bei Dating und Beziehungen zu verbessern. Durch Diskussion, Rollenspiele, Verhaltensmodellierung und andere Formen der Anleitung schult ein Dating-Coach Kunden, um romantische Partner zu treffen und anzuziehen. Dating-Coaches können sich auf Themen konzentrieren, die für die Kunst des Dating wichtig sind: zwischenmenschliche Fähigkeiten, Flirten, Psychologie, Soziologie, Kompatibilität, Mode und Freizeitaktivitäten. Da Dating-Coaches nicht lizenziert sind, variieren ihre Methoden stark.“

Auf einer anderen Seite im weltweiten Netz steht dazu: „Ein Beziehungscoach sollte ein Mensch sein, der Ihnen geduldig zuhört. Er sollte Ihnen Fragen stellen und ihnen dadurch eine neue Sichtweise eröffnen. Es sollte ein Mensch sein, der Sie und Ihren Partner mag und keiner, der sofort ein Urteil fällt. Am besten ist ein Beziehungscoach, der Ihre Schwächen und Stärken kennt und Ihnen wohl gesonnen ist.

Aha.

Und es gibt sogar den diplomierten Beziehungscoach: „Er/Sie soll Paaren oder Einzelpersonen sowie Organisationen die eigene Beteiligung an einer bestehenden Beziehungsproblematik  vermitteln, ihnen Wege aus der Krise aufzeigen und sie anregen, neue Impulse in Bezug auf die Kommunikation zu setzen.“

Sehr spannend und zugleich verwirrend das alles für jemanden, der das sucht bzw. googelt. Einerseits ist also ein Beziehungs- oder Datingcoach jemand, der dir hilft eine Partnerin, einen Partner zu finden, vielleicht sogar die große Liebe. Anderseits kann es auch jemand sein, der bei Beziehungskrisen hilft – das wäre dann aus meiner Sicht auch unter den Begriffen Paarberatung, Paartherapie, Ehetherapie oder Eheberatung zu finden bzw. einzuordnen.

Anscheinend ist der Begriff im Deutschen auch noch nicht so ganz klar besetzt.

Wo sind dann meine Angebote anzusiedeln? Streithansel & Streitliesel und Beziehung am Scheideweg gehen wohl am ehesten in Richtung Paarbegleitung. Auf jeden Fall arbeite ich mit den Paaren zusammen, damit ihre Beziehungen lebendiger, fröhlicher und leichter werden – oder wenn es sich um Entscheidungen handelt, diese gut, klar und leicht getroffen werden können. Wichtig zu wissen: Im Fokus stehen immer die Lösungen, Visionen und Ideen, die das Paar selbst entwickelt und findet. Ich baue lediglich Brücken dorthin.

Wenn sich für dich noch Fragen dazu ergeben, nimm gerne Kontakt mit mir auf: mail@sophiabolzano.com

Alles Liebe und fröhliche Grüße

Sophia