Sophia Bolzano – Beziehungsunterstützerin & Brückenbauerin

Sehen Sie Konflikte als Chance?

Werden Sie mutiger!

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Der Hobbit in uns

Der Hobbit in uns

Nächste Woche wird der Tag des Hobbits gefeiert. Also zumindest von den „Herr der Ringe“ Fans. Warum schreibe ich darüber? Weil Hobbits durchaus als Vorbilder für Beziehungen gelten können.

Das habe ich bei meinen Recherchen gefunden – dieses Mal erlaube ich mir Wikipedia zu zitieren:

„Hobbits unterscheiden sich von Menschen äußerlich vor allem dadurch, dass sie nur etwa halb so groß sind wie diese, daher auch der Name „Halbling“. Die Proportionen des Körperbaues entsprechen dabei weitgehend denen eines normal ausgewachsenen Menschen Sie sind in ihrer Statur aber selten stämmig, was sie wiederum (neben dem fehlenden Bartwuchs) von den Zwergen unterscheidet, die nicht wesentlich größer als Hobbits sind. Außerdem haben sie behaarte und außergewöhnlich große Füße mit lederartigen Sohlen und tragen selten Schuhe. Auch deswegen können sich Hobbits nach Belieben fast geräuschlos fortbewegen.“  

Doch was macht sie so besonders?

Sie gelten als ruhige und gemütliche Lebewesen, dem Menschen zwar ähnlich, aber dann doch auch nicht. Sie lieben es zu essen und zu trinken, zelebrieren das Rauchen von Pfeifen, den Gartenanbau und große Feste.

Das, was mich am meisten aufhorchen ließ, ist, dass die Hobbits als friedfertig gelten. Sie haben nie untereinander gekämpft, Kapitalverbrechen sind undenkbar. Ach wäre das schön, wenn wir auch so wären. Unsere Beziehungen wären um so vieles leichter und fröhlicher.

Weitere bemerkenswerte Eigenschaften, die für ein friedliches, beziehungsreiches Leben günstig sind:

  • Sie sind erstaunlich widerstandsfähig
  • Sie sind furchtlos
  • Sie haben einen ruhigen Lebensstil
  • Sie haben eine Vorliebe für Bäume und Wälder

Wenn wir Menschen so wären, wie die Hobbits beschrieben werden, dann würden wir viele stressige Situationen gar nicht erleben, vielleicht sogar gar nicht kennen.

Wenn wir den „Hobbit“ in uns mehr in den Vordergrund bringen könnten, würden wir wahrscheinlich gesünder, entspannter mit uns und mit anderen in Beziehung sein. Wir würden sehr gemütlich hin und wieder eine Pfeife rauchen, ein feines Fest feiern und sehr zufrieden in unserem Holzhäuschen auf unser Leben blicken. Die großen Füße würden uns helfen, fest und mutig dazustehen und nach vorne zu schauen.

Ich werde mich jetzt gleich einmal, um meine Hobbit-Anteile kümmern und meiner Liebe zum Frühstück frönen.

Haben Sie auch Lust darauf bekommen und haben den Hobbit in Ihnen gespürt? Viel Vergnügen beim Entdecken und Ausleben!

Alles Liebe und eine gemütliche Zeit wünscht

Sophia Bolzano

Foto von Adobe.stock – copyright Lukas Bast

Kleine Dosis, Große Wirkung

Kleine Dosis, Große Wirkung

Sie haben es vielleicht schon bemerkt – mir liegt Wertschätzung sehr am Herzen. Denn schon eine kleine Dosis davon, kann eine enorme Wirkung haben.

Ein Satz, den ich kürzlich gelesen habe, lautet: „Wir hören nicht mehr hin, um zu verstehen, sondern, um zu antworten.“ Auch ich habe in meinen Beratungen dieses Phänomen erlebt. Doch zu zuhören ist wichtig, damit wir unser Gegenüber verstehen können. Und ein großer Teil von Wertschätzung.

Gibt es einen Unterschied zwischen Wertschätzung und Respekt?

Wertschätzung geht viel tiefer und ist weitreichender als Respekt. Respekt ist ein Teil von Wertschätzung und bedeutet so viel wie „ich sehe dich“. Dieses Gesehen werden ist natürlich enorm wichtig, vor allem bei Kindern, aber auch bei uns Erwachsenen. Respekt heißt beispielsweise auch, ich höre zu und lasse ausreden.

Welche anderen Teile von Wertschätzung gibt es noch? Was wir auf jeden Fall brauchen, ist eine erhöhte Aufmerksamkeit, um unserem Gesprächspartner zu sehen, zu hören, zu fühlen und tatsächlich wahrzunehmen. Durch aufmerksames Nützen all unserer Sinne können wir erkennen, wie es dem anderen geht, wie sie „drauf“ ist.

Ein wichtiger Teil ist auch die Höflichkeit. Danke, Bitte, Auf Wiedersehen sind alltägliche Begriffe, die wir schon als kleines Kind lernen und die viel dazu beitragen können, im Umgang mit anderen höflich zu sein. Sich zu bedanken, geht so leicht, viele Menschen lassen jedoch dieses einfache Wort weg. Wenn sich jemand nie oder nur selten bedankt, wird Zusammenleben oder auch Zusammenarbeiten sehr anstrengend und schwierig.

Ein wichtige Disziplin der Wertschätzung ist die Toleranz. Schwieriges, Unangenehmes einfach mal zu tolerieren ohne gleich etwas dagegen zu setzen oder einen Streit vom Zaun zu brechen ist enorm herausfordernd. Nur ganz wenige von uns schaffen das, geduldig zu bleiben, trotz des Stresses den anderen zu verstehen versuchen. Und einmal nichts zu sagen oder zu reagieren.

Und dann haben wir noch die Empathie, das Einfühlungsvermögen. Ich erkenne, spüre wie es meinem Freund, meiner Frau, meinem Arbeitskollegen geht. Ob er/sie okay ist, „grantig“, unglücklich oder entspannt ist. Wenn ich mich gut einfühlen kann, wird meine Kommunikation hoch wertschätzend sein. Dann gelingt Kommunikation auch gleich viel besser.

In seinem Buch „Das Wunder der Wertschätzung“ sagt Reinhard Haller, dass Wertschätzung unser Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert und das Angstzentrum hemmt– in kürzester Zeit entfalten sich Kreativität, Motivation und Beziehungsfähigkeit. Wenn dies nachhaltig geschieht, kann dies sogar die Persönlichkeit positiv verändern. Weiters erklärt er, dass wir durch das Geben von Wertschätzung lernen, andere stark zu machen und dabei selbst stärker zu werden – denn jede Geste echter Wertschätzung wird mit vielen Gesten der Wertschätzung beantwortet werden.

Probieren Sie es möglichst oft aus, Sie werden sehen, wie toll das funktionieren kann.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen wertschätzende Gespräche

Alles Liebe

Sophia Bolzano

Buchtipp: Das Wunder der Wertschätzung von Reinhard Haller

Foto Adobe.Stock copyright ipopba

Lassen sich Beziehungskrisen und Konflikte durch Wertschätzung auflösen?

Lassen sich Beziehungskrisen und Konflikte durch Wertschätzung auflösen?

Wir Menschen fokussieren uns gern auf Dinge, die nicht funktionieren. Die Zeitungen sind voll davon. Doch vieles in unserem Leben funktioniert sehr gut – auch in Beziehungen, in denen es vielleicht schon kriselt oder sich endlose Streitschleifen entwickelt haben.

Stellen Sie sich doch einmal diese Fragen:

  • Wie oft fokussiere ich eher auf negative Dinge als auf positive?
  • Wie oft bedanke ich mich bei meiner Partnerin, meinem Ehemann auch für Alltägliches?
  • Wenn Ihre Partnerschaft Sie aus Ihrer Sicht nicht zufrieden stellt, wie viel Zeit nehmen Sie sich dafür, so viel wie möglich zu investieren, um Entwicklung anzugehen?
  • Versuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Partner, Ihrer Freundin die Tücken der Kommunikation zu erkennen und finden Sie zu einem aktiv-konstruktiven, wertschätzenden Feedback zurück?
  • Fokussieren Sie gemeinsam, was in Ihrer Partnerschaft hervorragend funktioniert, auf was Sie stolz sind, was außergewöhnlich ist?

Sie werden entdecken, dass Sie in vielen Bereichen ein gutes Team sind und wahrscheinlich ungewöhnlich viel hervorragend funktioniert.

Vielleicht ist einfach ein bisschen die Neugier auf den anderen verloren gegangen oder uralte Rechnungen, Kränkungen stören die Beziehung.

Ein Konzept, das für Schulen entwickelt wurde, heißt WOWW – Working on what works. Sinn des Ganzen ist, dass – wenn wir es schaffen und uns nur auf die positiven, funktionierenden Dinge konzentrieren – Kinder aber auch Erwachsende aufhören, unangenehme Eigenschaften an den Tag zu legen. Ich habe es mehrfach probiert und versuche es tagtäglich in meine Kommunikation einzubauen, es wirkt und hilft enorm.

Meine Idee für Sie – probieren Sie es doch aus.

Richten Sie Ihren Fokus nur mehr auf Gelingendes, Gutes – sei es bei Ihren Kindern oder in Ihren Beziehungen zu Freunden, Familie, Partner/in. Sie werden erstaunt sein, wie das Wunder der Wertschätzung und positiven Fokussierens funktioniert.

Ich wünsche viele spannende Aha-Momente und wünschen Ihnen eine wunderschöne Woche!

Alles Liebe

Sophia Bolzano

Foto copyright adobe stock Von phototodos

Was macht eine gesunde Beziehung aus?

Was macht eine gesunde Beziehung aus?

In einem Workshop habe ich einmal gehört, dass es gesundheitsförderliche Beziehungen gibt, genauso wie krankmachende. Darüber habe ich lange nachgedacht und versucht, Kriterien für gesunde, fröhliche und leichte Beziehungen auszumachen.

Natürlich ist es wunderbar, wenn wir ein erfülltes, lustvolles Sexualleben haben und genau wissen, womit wir dem anderen eine Freude machen können. Doch reicht das aus, damit es uns richtig gut geht? Auf meiner kleinen Forschungsreise habe ich diese Erkenntnisse festmachen können:

Die Knackpunkte einer gesundheitsförderlichen Beziehung

  • Gemeinsamzeit wird hochgehalten und gepflegt. Gemeinsam werden Unternehmen und Zeit geplant, interessante Erfahrungen werden auf Reisen, beim Essen, im Kino – wo auch immer – zusammen gemacht. Sie stärken die Bindung.
  • Nietzsche sagte: „Ehen scheitern nicht am Mangel an Liebe, sondern am Mangel an Freundschaft.“ Seien Sie Ihre besten Freunde.
  • I love you, je t’aime, ich liebe dich – sagen Sie sich das, so oft es geht – doch nur, wenn Sie es wirklich auch so meinen. Auch Blicke können tiefe Liebe ausdrücken.
  • Wenn Veränderungen in ihr Leben treten, schaffen es zufriedene Paare viel leichter diese auch zu bewältigen. Wenn schon Risse in der Beziehung sind, werde diese ziemlich sicher größer – die Coronazeit hat uns das deutlich aufgezeigt. Wenn die Beziehung gut war, wird sie durch diese Veränderungen noch besser.
  • Ich stelle das Wohl der Partnerin, des Ehemanns über mein Eigenes. Ich gebe des Gebens willens – ohne die Erwartung immer gleich etwas zurückzubekommen. Natürlich funktioniert das nur, wenn beide so ticken.
  • Liebevoll streiten ohne unter die Gürtellinie zu gehen, ist eine hohe Kunst. In einer gesunden Beziehung gelingt dies meist sehr gut, denn streiten kann durchaus auch einen Mehrwert haben. Ich habe Paare erlebt, wo Streit ganz einfach dazu gehört – wenn am Ende eine Versöhnung stattfinden kann. „Longtimer“ raten immer, nie im Streit einzuschlafen, sondern das Gewitter davor zu lösen.
  • Beide Partner brauchen ein hohes Maß an Selbstwert und Selbstliebe und auch Selbstfürsorge. Nach dem Motto „wenn es mir gut geht, dann kann es auch dem anderen gut gehen“. Natürlich kann mich mein Mann, meine Partnerin dabei unterstützen, machen muss ich es jedoch selbst. Ich kümmere mich gut um mich – nur dann bin ich in der Lage voller Energie und Freude in meiner Beziehung zu sein.
  • Inspirieren Sie sich gegenseitig. In einer gesunden, dem anderen zugewandten Beziehung können Höhenflüge entstehen. Emotional, beruflich, im Freundes- und Familienkreis stechen solche Paare hervor, weil sie sich auch viele, wenn nicht alle Geheimnisse anvertrauen und so auf einem soliden Fundament aus Liebe, Vertrauen, Humor und Gelassenheit stehen.

Ich mag zwar Konflikte, viel mehr liebe ich aber gut gehende und fröhliche Beziehungen und Ehen. Ich habe es mehrfach erlebt, dass durch einfache „Tricks“ und klare Worte, sich einiges in Bewegung setzen kann – wenn beide es wollen. An erster Stelle steht immer eine gut, klare, wertschätzende Kommunikation. Also reden, reden und sich immer wieder austauschen. Wie soll sonst der andere wissen, was in mir vorgeht.

Wenn Sie Unterstützung bei dem einen oder anderen Knackpunt brauchen, freue ich mich, wenn ich Sie unterstützen darf.

Alles Liebe und eine schöne Beziehungszeit

Sophia Bolzano

Foto copyright adobe.stock Krakenimages.com

Man kann nicht immer großartig sein

Man kann nicht immer großartig sein

An meiner Kühlschranktür hängt ein Magnetsticker mit dem Spruch „Man kann nicht immer großartig sein“.

Doch genau das habe ich jahrelang versucht. Perfekte Mutter, großartige Ehefrau, brillante Köchin, Göttin im Bett, beste Freundin, wunderbare Zuhörerin, liebevolle Tochter, engagierte Schwester, Top-Studentin, exzellente Expertin für fast alles…. Was soll ich sagen – ich bin grandios gescheitert, da es mich innerlich zerrissen hat.

Dieser saudepperte Perfektionismus, der in vielen von uns steckt, lässt uns nämlich auch glauben, dass nur wir alles können und nur wir es richtig machen. Völlig verrückt. Das führt dazu, dass wir am Ende erschöpft und frustriert entweder flott im Burnout landen, die Beziehung in die Brüche geht – wer schafft es schon Göttin, Freundin und Ehefrau gleichzeitig zu sein – oder es als Schuss vor den Bug anerkennen und feststellen: Ja ich bin auf dem Bauch gelandet, bin über meine Grenzen gegangen, bin nicht vollkommen – habe sogar garstige Seiten an mir, die ich mir nicht eingestehen wollte – und ich fange neu an.

Großartig ist es natürlich, wenn der Partner, Freundin, Ehemann, Beziehungsmensch diese Entwicklung mitgeht und unterstützt und sich nebenbei auch weiterentwickelt. Denn in jeder Krise steckt eine riesige Chance auf Entdeckungen, Nähe, Abenteuer und auch Spaß.

Jede und jeder hat es täglich in der Hand, aus alten Gewohnheiten und bekannten Strukturen auszubrechen. Oft reicht ein kleiner Schritt. Steve de Shazer, großartiger leider schon verstorbener Psychotherapeut und Erfinder (zusammen mit seiner Frau Insoo Kim Berg) der lösungsfokussierten Kurzzeittherapie, sagte: „Wenn etwas nicht funktioniert, mach etwas anderes.“ Klingt so leicht, ist es aber meist nicht.

Neun Tipps, wie es Ihnen trotzdem gelingen kann:

  • Fahren Sie einen anderen Weg als sonst zur Arbeit, zum Einkaufen oder Ähnlichem
  • Verirren Sie sich absichtlich in einem Gebiet, wo Sie noch nicht so oft waren. Versuchen Sie ohne Navi den richtigen Weg zu finden
  • Lächeln Sie wildfremde Menschen an – schwierig mit Maske – doch auch mit Augen kann gelächelt werden – und es gibt ja auch viele maskenfreie Zonen
  • Sprechen Sie Unbekannte an und machen Sie Komplimente
  • Seien Sie verrückt und ziehen sich zwei verschiedene Socken oder eine lustige Unterwäsche an (die sieht zwar keiner, aber Sie wissen es und tragen sie stolz durch die Gegend)
  • Seien Sie unperfekt – Sie werden sehen, manche Dinge lösen sich ganz von allein – ist viel weniger anstrengend
  • Fokussieren Sie auf das, was funktioniert – Sie werden erkennen, das ist unglaublich viel
  • Schnappen Sie sich Ihre Partnerin, einen Freund und umarmen ihn, sie ganz fest und ganz lang – einfach so, ohne Grund und Anlass – wiederholen Sie das so oft sie können
  • Schau mir in die Augen Kleines: Setzen Sie sich vor einander hin und schauen sich in die Augen – schon so ein paar Minuten. Schafft Vertrauen und Verbundenheit. Nicht umsonst wird gemeint, die Augen seien der Spiegel zur Seele

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Ausprobieren und eine fröhliche Zeit!

Alles Liebe

Sophia

Foto copyright adobe.stock – bennymarty