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Sophia Bolzano – Klar, geradlinig, verlässlich, für Sie da

Was macht eine gesunde Beziehung aus?

Was macht eine gesunde Beziehung aus?

In einem Workshop habe ich einmal gehört, dass es gesundheitsförderliche Beziehungen gibt, genauso wie krankmachende. Darüber habe ich lange nachgedacht und versucht, Kriterien für gesunde, fröhliche und leichte Beziehungen auszumachen.

Natürlich ist es wunderbar, wenn wir ein erfülltes, lustvolles Sexualleben haben und genau wissen, womit wir dem anderen eine Freude machen können. Doch reicht das aus, damit es uns richtig gut geht? Auf meiner kleinen Forschungsreise habe ich diese Erkenntnisse festmachen können:

Die Knackpunkte einer gesundheitsförderlichen Beziehung

  • Gemeinsamzeit wird hochgehalten und gepflegt. Gemeinsam werden Unternehmen und Zeit geplant, interessante Erfahrungen werden auf Reisen, beim Essen, im Kino – wo auch immer – zusammen gemacht. Sie stärken die Bindung.
  • Nietzsche sagte: „Ehen scheitern nicht am Mangel an Liebe, sondern am Mangel an Freundschaft.“ Seien Sie Ihre besten Freunde.
  • I love you, je t’aime, ich liebe dich – sagen Sie sich das, so oft es geht – doch nur, wenn Sie es wirklich auch so meinen. Auch Blicke können tiefe Liebe ausdrücken.
  • Wenn Veränderungen in ihr Leben treten, schaffen es zufriedene Paare viel leichter diese auch zu bewältigen. Wenn schon Risse in der Beziehung sind, werde diese ziemlich sicher größer – die Coronazeit hat uns das deutlich aufgezeigt. Wenn die Beziehung gut war, wird sie durch diese Veränderungen noch besser.
  • Ich stelle das Wohl der Partnerin, des Ehemanns über mein Eigenes. Ich gebe des Gebens willens – ohne die Erwartung immer gleich etwas zurückzubekommen. Natürlich funktioniert das nur, wenn beide so ticken.
  • Liebevoll streiten ohne unter die Gürtellinie zu gehen, ist eine hohe Kunst. In einer gesunden Beziehung gelingt dies meist sehr gut, denn streiten kann durchaus auch einen Mehrwert haben. Ich habe Paare erlebt, wo Streit ganz einfach dazu gehört – wenn am Ende eine Versöhnung stattfinden kann. „Longtimer“ raten immer, nie im Streit einzuschlafen, sondern das Gewitter davor zu lösen.
  • Beide Partner brauchen ein hohes Maß an Selbstwert und Selbstliebe und auch Selbstfürsorge. Nach dem Motto „wenn es mir gut geht, dann kann es auch dem anderen gut gehen“. Natürlich kann mich mein Mann, meine Partnerin dabei unterstützen, machen muss ich es jedoch selbst. Ich kümmere mich gut um mich – nur dann bin ich in der Lage voller Energie und Freude in meiner Beziehung zu sein.
  • Inspirieren Sie sich gegenseitig. In einer gesunden, dem anderen zugewandten Beziehung können Höhenflüge entstehen. Emotional, beruflich, im Freundes- und Familienkreis stechen solche Paare hervor, weil sie sich auch viele, wenn nicht alle Geheimnisse anvertrauen und so auf einem soliden Fundament aus Liebe, Vertrauen, Humor und Gelassenheit stehen.

Ich mag zwar Konflikte, viel mehr liebe ich aber gut gehende und fröhliche Beziehungen und Ehen. Ich habe es mehrfach erlebt, dass durch einfache „Tricks“ und klare Worte, sich einiges in Bewegung setzen kann – wenn beide es wollen. An erster Stelle steht immer eine gut, klare, wertschätzende Kommunikation. Also reden, reden und sich immer wieder austauschen. Wie soll sonst der andere wissen, was in mir vorgeht.

Wenn Sie Unterstützung bei dem einen oder anderen Knackpunt brauchen, freue ich mich, wenn ich Sie unterstützen darf.

Alles Liebe und eine schöne Beziehungszeit

Sophia Bolzano

Foto copyright adobe.stock Krakenimages.com

Man kann nicht immer großartig sein

Man kann nicht immer großartig sein

An meiner Kühlschranktür hängt ein Magnetsticker mit dem Spruch „Man kann nicht immer großartig sein“.

Doch genau das habe ich jahrelang versucht. Perfekte Mutter, großartige Ehefrau, brillante Köchin, Göttin im Bett, beste Freundin, wunderbare Zuhörerin, liebevolle Tochter, engagierte Schwester, Top-Studentin, exzellente Expertin für fast alles…. Was soll ich sagen – ich bin grandios gescheitert, da es mich innerlich zerrissen hat.

Dieser saudepperte Perfektionismus, der in vielen von uns steckt, lässt uns nämlich auch glauben, dass nur wir alles können und nur wir es richtig machen. Völlig verrückt. Das führt dazu, dass wir am Ende erschöpft und frustriert entweder flott im Burnout landen, die Beziehung in die Brüche geht – wer schafft es schon Göttin, Freundin und Ehefrau gleichzeitig zu sein – oder es als Schuss vor den Bug anerkennen und feststellen: Ja ich bin auf dem Bauch gelandet, bin über meine Grenzen gegangen, bin nicht vollkommen – habe sogar garstige Seiten an mir, die ich mir nicht eingestehen wollte – und ich fange neu an.

Großartig ist es natürlich, wenn der Partner, Freundin, Ehemann, Beziehungsmensch diese Entwicklung mitgeht und unterstützt und sich nebenbei auch weiterentwickelt. Denn in jeder Krise steckt eine riesige Chance auf Entdeckungen, Nähe, Abenteuer und auch Spaß.

Jede und jeder hat es täglich in der Hand, aus alten Gewohnheiten und bekannten Strukturen auszubrechen. Oft reicht ein kleiner Schritt. Steve de Shazer, großartiger leider schon verstorbener Psychotherapeut und Erfinder (zusammen mit seiner Frau Insoo Kim Berg) der lösungsfokussierten Kurzzeittherapie, sagte: „Wenn etwas nicht funktioniert, mach etwas anderes.“ Klingt so leicht, ist es aber meist nicht.

Neun Tipps, wie es Ihnen trotzdem gelingen kann:

  • Fahren Sie einen anderen Weg als sonst zur Arbeit, zum Einkaufen oder Ähnlichem
  • Verirren Sie sich absichtlich in einem Gebiet, wo Sie noch nicht so oft waren. Versuchen Sie ohne Navi den richtigen Weg zu finden
  • Lächeln Sie wildfremde Menschen an – schwierig mit Maske – doch auch mit Augen kann gelächelt werden – und es gibt ja auch viele maskenfreie Zonen
  • Sprechen Sie Unbekannte an und machen Sie Komplimente
  • Seien Sie verrückt und ziehen sich zwei verschiedene Socken oder eine lustige Unterwäsche an (die sieht zwar keiner, aber Sie wissen es und tragen sie stolz durch die Gegend)
  • Seien Sie unperfekt – Sie werden sehen, manche Dinge lösen sich ganz von allein – ist viel weniger anstrengend
  • Fokussieren Sie auf das, was funktioniert – Sie werden erkennen, das ist unglaublich viel
  • Schnappen Sie sich Ihre Partnerin, einen Freund und umarmen ihn, sie ganz fest und ganz lang – einfach so, ohne Grund und Anlass – wiederholen Sie das so oft sie können
  • Schau mir in die Augen Kleines: Setzen Sie sich vor einander hin und schauen sich in die Augen – schon so ein paar Minuten. Schafft Vertrauen und Verbundenheit. Nicht umsonst wird gemeint, die Augen seien der Spiegel zur Seele

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Ausprobieren und eine fröhliche Zeit!

Alles Liebe

Sophia

Foto copyright adobe.stock – bennymarty

Sorry seems to be the hardest word

Sorry seems to be the hardest word

Haben Sie davon schon gehört? Am 26.05 war der National Sorry Tag in Australien. Dieser Tag hat einen traurigen Anlass – er erinnert an die Misshandlungen von Aborigines und Bewohnern der Torres-Strait-Inseln, die gewaltsam aus ihren Familien und Gemeinschaften entfernt wurden. Heute werden sie in Australien „Die gestohlenen Generationen“ genannt.

Warum ist „sorry“ oder sich entschuldigen so schwer und doch so wichtig?

Ich denke, es geht darum, Verantwortung für seine Handlungen, seine Worte zu übernehmen. Doch anscheinend fällt uns Menschen genau das sehr schwer. Erst vor ein paar Tagen hat Deutschland die Verantwortung für die Gräueltaten im heutigen Namibia im Zuge der deutschen Kolonisation vor über 100 Jahren! übernommen. Wieso können Entschuldigungen so lange dauern? Was hält Länder oder auch uns selbst davon ab, das gleich – also „in time“ zu machen, wenn diejenigen noch leben, die es unmittelbar betroffen hat?

Vor einer Weile gab es im Profil einen Artikel dazu – mit dem Titel „Warum fällt uns entschuldigen so schwer“. Die Psychologin Karina Schumann hat sich eingehend damit beschäftigt und hat drei Gründe dafür entdeckt, was Menschen daran hindert, Fehler einzugestehen:

  • Erstens bleibt eine Entschuldigung aus, wenn einem nicht viel an seinem Gegenüber liegt und man keine Notwendigkeit sieht, die Beziehung zu kitten.
  • Zweitens hindern Scham und Schuldgefühle Menschen mit geringem Selbstwertgefühl oder narzisstischer Veranlagung, sich zu entschuldigen.
  • Und zum Dritten werde die Chance auf Vergebung viel zu oft unterschätzt.

Das Fazit der Psychologin: Eine echte Entschuldigung (anstatt einer Rechtfertigung oder dem Zuschieben einer Teilschuld) führt in den allermeisten Fällen zu Vergebung und ist auch für den „Aggressor“ eine Erleichterung.

Das Lied von Elton John, Sorry seems to be the hardest word, erzählt auch von diesen Schwierigkeiten. Eine Frage daraus möchte ich aufgreifen:

Why can’t we talk it over? Warum können wir nicht darüber reden?

Dazu möchte ich eine kurze Geschichte aus meinem Leben erzählen. Vor einigen Jahren hat eine sehr gute Freundin für mich aus dem Nichts heraus unsere Freundschaft für beendet erklärt. Ich war vor den Kopf gestoßen, suchte das Gespräch. Ein Telefonat war möglich, jedoch kein persönliches Gespräch face to face, in dem vieles geklärt worden wäre. Wie ist es dazu gekommen? Anscheinend hatte sich bei meiner Freundin über 30 Jahre lang vieles aufgestaut, das sie aber nie zur Sprache gebracht hatte oder nicht bringen konnte. Und so reichte ein kleiner Anlass und der Staudamm an uralten Kränkungen, teilweise aus unserer Jugend, ergoss sich über mich. Teilweise konnte ich mich gar nicht mehr erinnern, was genau sie meinte. Ich habe in unserem Telefonat versucht, nachzuvollziehen, was sie meint und wieso sie jetzt so agiert. Ich habe mich auch für einiges entschuldigt. Doch war ich chancenlos. Sie hat für sich entschieden, dass die Freundschaft keine mehr ist. Das ist inzwischen über 8 Jahre her.

Ich habe sehr viel darüber nachgedacht, wieso es zu diesem Bruch gekommen ist und warum meine Entschuldigungen keine Wirkung hatten. Ich glaube, der Hauptfehler war, dass sie viel zu selten gesagt hat, wenn ihr was nicht gepasst hat und ich war zu unaufmerksam, vielleicht zu wenig empathisch und habe vieles gar nicht mitbekommen.

Mein Resümèe: Hätte sie öfters was gesagt, hätte ich mich gleich entschuldigen und auch mein Verhalten verändern können. Ich hätte vielleicht mehr nachfragen sollen, ob das oder jenes für sie in Ordnung ist oder eben nicht. Es braucht also die eine Person, die sagt, dass ihr etwas nicht passt oder sie verletzt hat und die andere, die sich gleich dafür entschuldigt, ohne auszuweichen oder in Ausreden zu flüchten.

Deshalb ist aus meiner Sicht Entschuldigen enorm wichtig, um Beziehungen stabil und sicher zu halten und auch dafür, dass sich diese weiterentwickeln können.

Wenn Sie vielleicht genau dabei Unterstützung brauchen, wie Sie klar und direkt kommunizieren können, auch in schwierigeren Situationen, dann stehe ich Ihnen gerne zur Seite. Meine Angebot finden Sie hier: https://www.sophiabolzano.com/angebot/

Ich wünsche Ihnen eine wunderbare Zeit, seien Sie mutig und entwicklungsfreudig.

Alles Liebe

Sophia Bolzano

PS: Mit meiner Freundin hat es eine Art Versöhnung gegeben, doch die Freundschaft ist nicht mehr das, was sie einmal war.

Cornelia, 56

Cornelia, 56

Danke für Ihr ausführliches Feedback. In dieser Art (schriftlich) habe ich das noch nie erlebt. Das finde ich sehr gut. Ich habe mich beim Coaching sehr wohl gefühlt habe.

Cornelia, 56

Sascha, 49

Sophia Bolzano ist ein Sparing Partner auf Augenhöhe, der mir mit direktem Feedback und klaren Aussagen hilft, selbst eine Entscheidung zu treffen. Zu empfehlen ist dieses intensive Coaching jedem, der im beruflichen und privaten Bereich eine Veränderung möchte, aber nicht weiß er/sie diese erreichen kann.